Ein Reifen besteht zum überwiegenden Teil aus Gummi, Textil und Stahl. Diese Materialien in den Altreifen sollen der Wirtschaft wieder als Rohstoffe zur Verfügung gestellt werden. In einem speziell entwickelten Verfahren wird RTW künftig noch mehr und reineren Gummi aus den Altreifen gewinnen und die Qualität des gewonnenen Stahls verbessern.

Bereits heute ist der Stahl aus Altreifen bei Schrotthändlern begehrt, weitere Nutzungsmöglichkeiten befinden sich derzeit in Entwicklung. So fallen beim Recyceln der Altreifen pro Jahr etwa 3 000 Tonnen Stahl an, das entspricht 25 Prozent der verarbeiteten Materialien.
Nylonartige Textilien verleihen dem Reifen zusätzliche Stabilität.
Beim Recyceln der Altreifen gewinnt RTW pro Jahr rund 1 000 Tonnen
Polyamide (PA 66). Sie dienen als Ausgangsmaterial zum Beispiel für
Kunststoff und kommen auch als Kunststoffmix infrage, zum Beispiel für
Kunststoffhersteller und -verarbeiter oder für Filterhersteller. Auch
Kraftwerksbetreiber zählen zu den Abnehmern.